Katya Kabanowa

Handlung

 

Erster Akt

Am Ufer der Wolga sitzt Lehrer Kudrjaš und genießt den Blick auf den Strom. Kaufmann Dikój und dessen Neffe Boris, der aufgrund einer testamentarischen Verfügung von jenem abhängig ist, kommen zufällig vorbei. Die Großmutter von Boris hatte diesen erpresst, indem sie ihm eine Bedingung stellte: Sie werde ihm nur eine Erbschaft hinterlassen, wenn er bis zu seiner Volljährigkeit seinem Onkel Dikój gehorche und gehorsam sei. Sein Onkel nützt diese Untergebenheit Boris’ aus und lässt ihn auch an Feiertagen arbeiten.

Nun erscheint auch die Kaufmannswitwe Marfa, genannt die Kabanicha, mit ihrem Sohn Tichon und dessen Frau Káťa, in die Boris heimlich verliebt ist. Die Kabanicha ist eifersüchtig auf ihre Schwiegertochter Káťa und wirft ihrem Sohn Tichon vor, seine Mutter seit der Hochzeit nicht mehr so zu lieben wie zuvor. Um ihn eine Weile von Káťa fernzuhalten, zwingt sie ihn, eine Reise zum Markt nach Kasan zu unternehmen, wie es der Vater früher auch immer tat. Der willensschwache Tichon kann sich ihr gegenüber nicht durchsetzen und willigt ein.

Als sich Káťa mit Varvara, der Pflegetochter der Kabanicha, in einem Raum befindet, erzählt sie ihr von ihren Träumen und davon, dass sie Boris, einen anderen Mann liebe, bis schließlich Tichon ins Zimmer eintritt und sich von ihr verabschiedet. Káťa bittet ihn vergeblich, die Reise nicht anzutreten. Als sie versucht ihm das Versprechen zu geben, bis zu seiner Rückkehr mit keinem Fremden Worte oder Blicke auszutauschen, lehnt er diese Bitte als unsinnig ab und spricht stattdessen nach dem Wunsch der Mutter an Káťa eine strenge Ermahnung aus, dass sie während seiner Abwesenheit fleißig sein und seiner Mutter gehorchen solle.

 

Zweiter Akt

Die Kabanicha hält die Gartentüre des Anwesens, welche zum Ufer der Wolga führt, immer geschlossen. Varvara hat sich für diese allerdings heimlich einen Nachschlüssel anfertigen lassen. Sie gibt ihn Káťa und erzählt ihr von der Möglichkeit, Boris abends zu treffen. Diese jedoch hat immer noch Schwierigkeiten, ihren Gefühlen zu Boris freien Lauf zu lassen. Als eines Tages Dikój der Schwiegermutter einen Besuch abstattet und diese damit ablenkt, folgt Káťa Varvara zur Gartenpforte, welche dort Kudrjaš treffen will. Káťa wird bereits von Boris erwartet, sodass sie ihren Gefühlen allmählich nachgibt und sich beide in die Arme fallen. Spät abends trennen sie sich, da Varvara zur Rückkehr ins Haus drängt.

 

Dritter Akt

Zwei Wochen später ist Káťas Ehemann Tichon von seiner Reise zurückgekehrt. Während eines heftigen Gewitters suchen Kudrjaš, sein Freund Kuligin, Dikój, Boris und andere in einem verlassenen Gebäude Schutz vor dem Gewitter. Káťa betritt das Gebäude und deutet das Gewitter als einen Zorn der Götter auf sie. Sie ist deshalb sehr aufgewühlt und bedrückt und gesteht Kabanicha ihren Ehebruch. Anschließend geht sie wieder hinaus in das Gewitter.

Tichon macht sich um sie Sorgen und beschließt, zusammen mit einigen Helfern sie an dem Ufer der Wolga zu suchen. Ihre Suche bleibt erfolglos, sodass sie aufgeben. Káťa – am Ufer des Flusses herumirrend – ruft hilfesuchend Boris Namen, bis er sie findet. Er berichtet ihr von der niederschmetternden Nachricht, dass sein Onkel ihn zu einem Geschäftsbesuch in das hinterste Russland beordert hat. Káťa verkraftet diese Nachricht nicht, hat nun völlig das Gefühl allein gelassen zu sein und stürzt sich in die Fluten der Wolga. Tichon kann ihren Körper tot aus dem Fluss bergen und bricht über der Leiche zusammen.

Programm und Besetzung

Musik: Leoš Janáček


Oper in drei Akten
Libretto von Leoš Janácek in tschechischer Übersetzung von Vincenc Červinka nach Der Sturm von Aleksandr Ostrovsky


Uraufführung des Brünner Nationaltheaters, 23. November 1921
Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten, davon eine Pause
Dirigent David Robertson
Direktor Richard Jones


CHORUS MASTER: Roberto Gabbiani
SET- UND COSTUME DESIGNER: Antony McDonald
LICHT DESIGNER: Lucy Carter
Bewegungsleiterin: Sarah Fahie


GEGOSSEN

 

SAVËL PROKOFJEVIČ DIKOJ: Stephen Richardson

BORIS GRIGORIJEVIČ: Charles Workman

MARFA IGNATĚVNA KABANOVÁ: Susan Bickley

TICHON IVANYČ KABANOV: Andrew Staples

KATĚRINA (KÁT'A): Amanda Majeski

VÁŇA KUDRJAŠ: Cristopher Lemmings

VARVARA: Emily Edmonds

KULIGIN: Lukáš Zeman


Teatro dell'Opera di Roma Orchester und Chorus


Neue Produktion
in Koproduktion mit der Royal Opera House Covent Garden


Gesungen in Tschechisch mit italienischen und englischen Übertiteln.

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April 2020
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Teatro dell’Opera di Roma - Teatro Costanzi

Das Teatro dell'Opera di Roma ist ein Opernhaus in Rom, Italien. Das Haus wurde im November 1880 unter dem NamenTeatro Costanzi eröffnet und liegt an der Piazza Beniamino Gigli 1.

 

Geschichte

 

Das geschichtsträchtige Gebäude wurde von dem Finanzier Domenico Costanzi (1810–1898) in Auftrag gegeben und von dem Architekten Achille Sfondrini (1836–1900) entworfen. Das Teatro dell'Opera di Roma wurde in einer Bauzeit von 18 Monaten erstellt und erhielt seinen ersten Namen, Teatro Costanzi, nach dem Bauherrn. Die Eröffnung fand am 27. November 1880 mit einer Aufführung der Opera seria Semiramide von Gioachino Rossini statt. In der Opera Roma, die über 2.200 Plätze verfügt, fanden zahlreiche Uraufführungen, wie die der Opern Cavalleria rusticana (17. Mai 1890) von Pietro Mascagni oder Giacomo Puccinis Tosca (14. Januar 1900), statt.

 

Wie Teatro dell'Opera erreichen 
Piazza Beniamino Gigli, 7 

METRO 
Linea A - REPUBBLICA Das Teatro dell'Opera stoppen 

BUS 
Via Nazionale - H, 40, 60, 64, 70, 71, 170, 116T 
Via Depretis - 70, 71 
Via Cavour - 16, 75, 84, 150 (festivo), 360, 590, 649, 714 
Stazione Termini - 16, 38, 75, 86, 90, 217, 310, 360, 649, 714 

TAXI 
Telefonnummer - 06,3570

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